Katalogtext Wettinger Ateliergemeinschaft 2010
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Paul Takàcs: schweben zwischen Wirklichkeiten
Amorphe Wachsobjekte, Ölbilder, in welchen der inszenierte Zufall in Form von Farbverläufen Berglandschaften vor dem inneren Auge zu evozieren vermag, Handyvideos, bis an die Grenzen der Abbildungsmöglichkeit gebracht: Paul Takàcs experimentiert nicht nur mit dem inszeniert Zufälligen, sondern er testet vor allem auch die materielle Konstitution des jeweiligen Werkstoffes und dessen Wirkung auf die Wahrnehmung aus. Er lotet dabei die Bedingungen aus, geht zuweilen auch über sie hinaus. Vorgefundenes Material aus den Medien dient ihm ebenso als Vorlage wie eigene intuitive Formgebungen. In der Schwebe zwischen Figurativem und Abstraktem, zwischen Setzungen und scheinbar zufällig Entstandenem, zwischen Erzählung und Poesie, zwischen Wiederholung und Erneuerung, zwischen Überhöhung und Profanierung loten die Betrachtenden das Gesehene je nach Verfassung und Vorwissen selber aus. Die Frage nach Interpretationen und Realitätsverschiebungen und die daraus resultierende Frage nach der Wirklichkeit treibt Paul Takàcs in all seinen Arbeiten um. Andrina Jörg |
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